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2. April 2016 / Katja

Halbmarathon, die Zweite


Wie immer bin ich spät dran, aber ein Bericht über meinen zweiten Halbmarathon darf hier natürlich dann doch nicht fehlen. Im Gegensatz zur Halbmarathon-Premiere im September lief es diesmal richtig gut. Ich konnte meine Zielzeit von 1:55 Std. erreichen und sogar um ein paar Sekündchen unterbieten. Gut, das war nur dank eines ziemlichen Endspurts möglich, aber der Reihe nach:

Die Startunterlagen zum 22. Famila Kiel-Marathon am 27.02. (damals… meine Güte, das ist WIRKLICH schon lange her) hatte ich schon am Freitag Abend abgeholt, damit ich am Samstag nicht so früh los musste. Genialer Plan! Dummerweise war ich dann so spät dran, dass der Mann sich bei seiner Rückkehr aus Hamburg (er war also doch noch früh genug, um den gesamten Lauf vom Streckenrand aus zu verfolgen) wunderte, warum ich überhaupt noch Zuhause sei. Nun ja, wir sind dann quasi im Laufschritt zum Ostsee-Terminal geeilt. Wer musste dort natürlich erst mal auf’s Klo? Und wie lang ist erfahrungsgemäß die Schlange vor der Damentoilette? Frei nach Rudi Carrell hieß es also „Eben noch auf dem Klo, jetzt schon auf der Showbühne… ähh…an der Startlinie!“

Beim Halbmarathon war die Strecke an der Kieler Förde entlang zwei Mal zu absolvieren. Ich hielt es ja im Vorfeld für eine ganz nette Sache, am Wasser entlang zu laufen, zumal ich diese Strecke erst kürzlich ein paar Mal gelaufen war. Da allerdings ziemlich dichter Nebel herrschte, war der Blick auf’s Wasser nicht nur getrübt, sondern so gut wie gar nicht möglich. Die paar schemenhaften Angler, die im seichten Wasser standen, fand ich fast schon gruselig. Nebel des Grauens…

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Im Nebel verhülltes Halbmarathon-Starterfeld

Aber egal, eigentlich sehe ich beim Laufen sowieso nie was, von daher juckte mich das nun auch nicht so besonders. Was gibt es sonst noch zu sagen? Eigentlich nicht viel… Ich habe es zunächst recht langsam angehen lassen und es lief wirklich gut.

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Neben dem Mann hatte sich auch noch eine Lauf-Freundin am Streckenrand eingefunden, so dass ich gleich an zwei Stellen Motivation mit auf den Weg bekam. (Ich fand das auch sehr toll, nicht so wie der Läufer, der (s)eine ihn zum wiederholten Male frenetisch anfeuernde Frau anschrie, sie solle doch mal „die Fresse halten“. Aber das nur am Rande…)

Nach der letzten Wende (da dürften es noch etwas mehr als 1 km bis zum Ziel gewesen sein) merkte ich dann allerdings, dass es mit dem angestrebten Zeitziel von unter 1:55 Std. doch etwas eng werden könnte. Da ich dieses dummerweise angekündigt hatte und der Mann auch gleich mal leicht bezweifelt hatte, dass ich das schaffen könnte (O-Ton: „…Dann wärst du ja schneller als ich!“), gab es wenig Alternativen zu einem Endspurt. Der war aber überraschenderweise noch sehr gut drin. Fast wäre ich sogar am Zieleinlauf vorbei gerannt. 😉

Nun ja, das Ende vom Lied: 1:54:45 Std. und somit eine neue HM-Bestzeit. Zudem keinerlei Wehwehchen! Das wundert mich, ehrlich gesagt, heute noch. Ich habe übrigens getestet, ob es sinnvoll ist, einen kurzen, lockeren Lauf zur Verkürzung der Regenerationszeit am Tag nach einem Halbmarathon einzuschieben. Mein Fazit: Es scheint tatsächlich förderlich zu sein. Ich bin 4 km in sehr lockerem Tempo von ca. 6:08 min / km gelaufen (oder besser 2 x 2 km, da eine längere Pause dazwischen war). Anfangs war es doch etwas unbequem, aber nach einigen 100 Metern ging es ganz gut. Ich habe anschließend drei Tage Lauf-Pause gemacht und bin danach ohne Probleme und vor allem ohne Muskelkater normal weiter gelaufen.

So, und nun muss ich dringend raus und das tolle Frühlingswetter genießen, bevor sich die Sonne verabschiedet. Eigentlich steht für heute kein Lauf auf dem Programm, aber es ist einfach zu verlockend. Endlich wieder im T-Shirt laufen!

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  1. Axel / Apr 2 2016 15:14

    👍

    • hummelstuebchen / Apr 4 2016 19:10

      Danke! 🙂

  2. Robert / Jan 20 2017 10:58

    Möchte in meinem biblischen Alter noch meinen ersten Halbmarathon laufen. Am 01.10. habe ich mir Köln ausgesucht. Dort soll es besonders schön sein. Aber ich glaube, egal wo, es ist immer ein schönes und besonderes Ereignis. Köln passt eben zu meinem Termin- und Trainingsplan. Bin heute schon ein bisschen aufgeregt 🙂 Vor allem hoffe ich, dass es klappt!

    • Katja / Jan 20 2017 13:51

      Biblisches Alter? 😉 Davon bist du doch noch weit entfernt! Aber mit dem ersten Halbmarathon hast du für dieses Jahr ja auf jeden Fall schon mal ein schönes Ziel. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg bei der Vorbereitung! Ich bin gespannt, was du nach dem Lauf zu berichten hast.
      Köln ist übrigens relativ nah an meiner alten Heimat, aber gelaufen bin ich dort noch nie. Kommst du auch aus der Gegend oder hast du für deinen ersten Halbmarathon dann eine längere Anreise?
      Viele Grüße
      Katja

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  1. Laufbericht: Famila Kiel-Marathon 2017 – Halbmarathon (= Marathontraining #21) | Katja Wittwer
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