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26. Februar 2017 / Katja

Laufbericht: Famila Kiel-Marathon 2017 – Halbmarathon (= Marathontraining #21)


Dieser Lauf entpuppte sich schon im Vorfeld als durchaus anstrengend. Wie ich ja schon berichtet hatte, stand Freitag Abend erst mal ein Back-Marathon an. Ich hatte mich dazu entschieden, Muffins statt eines Kuchens zu backen (die kann man nämlich besser testen, ohne einen Kuchen abgeben zu müssen, bei dem ein Stück fehlt 😉). Neben Schoko-Bananen-Muffins mit Schokoglasur und Oreo-Keks entschied ich mich noch für Karottenmuffins (das Rezept findet ihr hier), die wirklich toll waren, wenn auch für meinen Geschmack sehr süß, was aber wohl zu einem großen Teil an der Zimtglasur lag, die ich im Gegensatz zum Original-Rezept noch hinzugefügt habe.

Nun ja… Nach der Abgabe der Muffins am Versorgungsstand im Cruise Terminal Ostseekai kümmerte ich mich natürlich erst mal um meine Startunterlagen – ohne Schlangestehen. Sehr gut! Wir waren recht früh, so dass ich im Gegensatz zum letzten Jahr noch viel Zeit hatte. Um kurz nach 11 ging es dann aber so langsam wohl oder übel wieder raus in die Kälte, denn mit ca. 5 Grad war es doch recht frisch. Schnell noch ein bisschen warmlaufen und dann zum Start.

Pünktlich um 11:15 Uhr wurden die Halbmarathon-Läufer/innen auf die Strecke geschickt. Zu dem Zeitpunkt waren die 10km-Läufer zum großen Teil schon durch (die Glücklichen 😉 ), und auch die meisten Marathon-Läufer dürften die erste ihrer vier Runden entlang der Kieler Förde schon hinter sich gehabt haben. Zur Verdeutlichung hier einmal der Streckenplan:

Um 11:15 Uhr ging es also für mich los – nicht, ohne dass ich mal wieder im Vorfeld gejammert und ausgiebig gegähnt hätte.^^ Diesmal war ich aber auch WIRKLICH müde – die vergangene Sportwoche war eigentlich etwas zu anstrengend, was in Anbetracht des Halbmarathons nicht gerade vernünftig war. Aber nun war es zu spät… Vorgenommen hatte ich mir auf jeden Fall eine neue HM-Bestzeit. Nach meinem HM in Altenholz vor drei Wochen war mir klar, dass das realistisch sein könnte. Schließlich wies die Strecke in Altenholz recht viele Steigungen auf und an der Kieler Förde ist es einfach nur flach. Da musste also eine Verbesserung drin sein. Eine Pace von 5:20 min/km erschien mir machbar, so dass ich eine Zeit von 1:52:00 Std. erlaufen wollte. An der Startlinie hielt ich das zwar dann für keine gute Idee (“Lalala” wäre jetzt schon schöner – ich will meinen langen, LANGSAMEN Wochenend-Lauf, verdammt!), aber dann ging es auch schon los.

Wie immer wollte ich relativ konstant laufen, um das Zeitziel zu erreichen. Aber schnell wurde klar, dass ich etwas zu schnell unterwegs war… mit einer Pace von um die 5:00 min/km. Dies ging aber recht gut, so dass ich das Tempo erst mal nicht drosselte.

Das war aber wohl auch die richtige Entscheidung, denn mein Tempo sollte spätestens bei Kilometer 17 deutlich reduziert werden. Das Laufen wurde immer mühsamer, und Schuld war… der fiese Gegenwind, der mindestens drei Kilometer lang dafür sorgte, dass ich echt kämpfen musste und die Pace zum Teil bis auf 5:45 min/km runter ging. Oh, oh… Immerhin merkte ich, als der Wind endlich nachließ, dass mich meine Kräfte doch noch nicht ganz verlassen hatten und es wirklich nur der Wind war, der es mir so schwer gemacht hatte – die Geschwindigkeit wurde auf den letzten beiden Kilometern wieder deutlich schneller.

Für einen Endspurt reichte es auch noch. Als ich die Uhr im Ziel sehen konnte, wurde mir klar, dass ich es mit ein wenig Glück sogar noch unter 1:50 Std. schaffen könnte. WTF? Also noch mal richtig Gas geben und dann endlich ins Ziel! Geschafft!

Nachdem ich mich mit Banane, Apfel und Tee versorgt und umgezogen hatte, wurden auch gerade schon die Ergebnisse ausgehängt. Da zeigte sich leider, dass ich zwei Sekunden zu langsam war. 😛 1:50:01 Std. Ein undankbares Ergebnis, aber hey, fast zwei Minuten schneller als das geplante Zeitziel! Was will ich eigentlich mehr?

Der Mann hatte zwischenzeitlich übrigens (neben seinem Job als Fotograf, der diesmal nicht nur mich ablichten musste, sondern auch eine Freundin, die ihren ersten HM übrigens in einer guten Zeit von 2:17:40 Std. lief) am Kuchenbuffet den letzten meiner Muffins gekauft, die also scheinbar auch ganz gut angekommen waren. 🙂

Zuhause wurde dann erst mal das T-Shirt anprobiert, das ich mir noch gekauft hatte. Bald darf man ja hoffentlich die langen Laufklamotten wieder im Schrank verstauen und da kann man ein weiteres T-Shirt immer gut gebrauchen (und beim Preis von 10 € kann man echt nicht meckern).

Insgesamt gesehen war es mal wieder ein sehr gelungener Lauf, bei dem ich gerne auch im nächsten Jahr dabei sein werde. An der Organisation gibt es meiner Meinung nach nicht viel auszusetzen… Vielleicht bis auf die Situation im Start-Ziel-Bereich: Dort konnte der Mann mehrmals problematische Zusammentreffen zwischen Läufern und Radfahrern beobachten, weil der Radweg eben nicht während des Laufes für Radfahrer gesperrt ist, so dass es schon mal zu Komplikationen kommen kann. Ansonsten war es aber auf jeden Fall mal wieder top! 🙂

Trainingsdokumentation
Projekt Marathon 2017, Lauf 21
Vorgabe: so schnell wie möglich 😉
21,0975 km
1:50:01 Std.
Pace: 5:13 min/km
Ergebnis: Gesamt (239/610), Gesamt Frauen (34/184), AK (5/22)

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16 Kommentare

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  1. somi1407 / Feb 26 2017 14:51

    Wow, Glückwunsch. Aber die zwei Sekunden, die dir zu Sub 1:50:00 fehlten, hätten mich auch geärgert. Ich werde mich Ende März an einen HM heran wagen und die Form für HH testen.

    Lalala, die Bezeichnung finde ich genial. Muss ich mir merken.

    • Katja / Feb 27 2017 07:16

      Danke!
      So ungefähr sah es beim Start auch in meinem Kopf aus „Lalala… Ich will nicht laufen… Zumindest nicht schnell… nöööö! Argh…“
      😉
      Dann bin ich mal auf deinen HM gespannt… Ich werde vor HH wohl keinen mehr laufen, bloß noch die 30 km Ende März.

  2. Sebastian / Feb 26 2017 15:21

    Herzlichen Glückwunsch und nicht den 2 Sekunden nachjammern, ist ärgerlich aber bei der Verbesserung wohl locker zu verschmerzen. Na dann mal weiter so, noch 8 Wochen 😉

    • Katja / Feb 27 2017 07:26

      Danke!! Da hast du wohl recht, ich kann mehr als zufrieden sein.
      Stimmt, noch 8 Wochen… oh je.. Aber erst mal stehen ja noch die 30 km an. Wie schnell wirst du da eigentlich erwartungsgemäß sein? Bzw. was wäre so dein Ziel?
      Wünsche einen schönen Wochenstart!
      LG Katja

      • Sebastian / Feb 27 2017 12:17

        Hallo Katja, das ist eine gute Frage. Ich habe nicht die geringste Ahnung, da ich noch nie eine 30 km Distanz im Wettkampf gelaufen bin. Dann ist da noch die Unbestimmte – das Wetter inklusive Wind. Dieses Wochenende steht erst mal ein HM an, je nach dem wie der läuft, werde ich mich auf eine Pace für den 30er festlegen. Ein Traum wäre in die Nähe von 2:30 h zu kommen. Und was ist dein Ziel?
        Na dann dir auch einen tollen Wochenstart und schönes Trainingswetter 😉
        LG Sebastian

      • Katja / Mrz 3 2017 23:30

        Ups, hier steht ja auch noch eine Antwort aus…
        Na, dann wirst du ja nach diesem Wochenende einen guten Anhaltspunkt für die 30 km-Zielzeit haben.
        Ich bin natürlich auch noch keinen Lauf mit dieser Distanz gelaufen – und ja bekanntermaßen noch nie überhaupt 30 km. Meine langen Läufe führten mich bisher max. 25 km weit (was sich übermorgen hoffentlich ändert, da sollen es 28 werden, und das sind ja fast 30 😉 ).
        Ich habe mir bisher lediglich fest vorgenommen, unter 3:00 Std. ins Ziel zu kommen. Versuchen möchte ich aber gerne, ca. 5:40 min/km zu laufen, denn dann könnte ich vielleicht ein bisschen besser einschätzen, ob ein Marathon unter 4 Std. für mich machbar ist.
        Gut, letztendlich kann es sowieso immer ganz anders kommen… Wir werden es sehen!
        LG Katja

  3. annaliveandlovely / Feb 26 2017 16:05

    Herzlichen Glückwunsch, das ist doch toll, wenn man seine Ziele erreicht! 🙂 Ich kämpfe gerade damit, mit dem Laufen neu anzufangen und bin jedesmal froh, wenn ich überhaupt wieder zu Hause ankomme 😉

    • Katja / Feb 27 2017 07:22

      Vielen Dank!!
      Ja, trotz 2-Sekunden-Mimimi bin ich natürlich total zufrieden mit dem Ergebnis.
      Wünsche dir viel Spaß und Erfolg mit der Lauferei! 😉 Es macht doch einfach ZU viel Spaß und man wird schnell besser, wenn man dran bleibt. Kann mich auch noch gut an meine Anfänge erinnern und bin heute noch (so wie auch vorgestern) immer wieder überrascht, wie ich es hinkriege, so schnell (für meine Verhältnisse zumindest) zu laufen. 🙂

      • annaliveandlovely / Feb 27 2017 18:12

        Ja, die zwei Sekunden sind natürlich ärgerlich 😉
        Ich fange gerade nach mehreren Monaten Zwangspause wieder an und will manchmal mehr als geht. Und dann ärgere ich mich erst darüber, dass ich noch nicht wieder so gut bin, und direkt danach darüber, dass ich mich nicht über meine kleinen Erfolge freuen kann 😉

      • Katja / Mrz 2 2017 11:12

        Oh Gott, das kenne ich nur zu gut. Nicht unbedingt primär aufs Laufen bezogen, aber generell… Sich über alles mögliche ärgern, anstatt „einfach mal die (mentale) Fresse zu halten“ und zufrieden zu sein, weil es doch eigentlich gut läuft. 😉

      • annaliveandlovely / Mrz 2 2017 19:31

        Das kenne ich auch nur zu gut. Das Glas ist halt öfter halb leer als halb voll … und da muss ich mich dann gelegentlich zwingen, es als halb voll zu betrachten 😉

  4. Robert / Feb 27 2017 14:34

    Super, Glückwunsch zum tollen Ergebnis! Sch… auf die zwei Sekunden 🙂

    • Katja / Feb 27 2017 14:58

      Das hast du schön gesagt! 😉 Und Recht hast du! DANKE!

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