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13. Mai 2017 / Katja

Laufbericht: 23. Ottendorfer Kanallauf 2017


Am vergangenen Sonntag war es (endlich) mal wieder so weit: Nachdem ich am Hamburg-Marathon ja leider nicht teilnehmen konnte, war ich nun beim Ottendorfer Kanallauf mit von der Partie. Dieser Lauf gehört zu den kleineren, aber auf jeden Fall empfehlenswerten Laufveranstaltungen im Raum Kiel – in diesem Jahr gingen etwas mehr als 600 Läufer/innen auf drei verschiedenen Distanzen (11,3 km, 5,6 km und 2,2 km) an den Start. Für die Kleinsten wurde außerdem ein Bambinilauf angeboten.

Meine „Vorbereitung“

In der vergangen Woche hatte ich nur einen einzigen Lauf absolviert – und das auch mehr schlecht als recht. Daher sah ich dem Kanallauf auch mit gemischten Gefühlen entgegen: 11,3 km Quälerei – och nööö! Und wie wird das dem Fuß wohl bekommen? So „lange“ Strecken bin ich ja gar nicht mehr gewohnt, da ich schließlich seit Ende März kaum gelaufen bin und wenn, dann immer nur 7 bis 8 km. … Tja… so richtig vorbereitet war ich also nicht. Egal, es würde schon irgendwie klappen. Dabei sein ist schließlich alles! Dann würde ich es eben etwas langsamer angehen lassen…

Mein Lauf

Der Sonntag Morgen startete bei uns recht entspannt, und auch ein Blick aus dem Fenster ließ nur Gutes erahnen: Bestes Wetter! Bei der Auswahl des Laufshirts entschied ich mich dann trotzdem für…

… logisch: Grau! Schließlich war mein genialer Plan ja, langsam zu laufen, und dabei wollte ich nicht auch noch auffallen! 😉

Wir schwenken nun kurz rüber zur rechten Bettseite (Ja, Ikea-Bettwäsche, habt ihr sicher gleich gemerkt! Eignet sich bestens als Foto-Hintergrund für… offenbar alles!): Die Herrschaften zeigten sich unbeeindruckt von meinem Kleiderschrank-Gewühle. „Sport? Lass‘ uns damit in Ruhe – heute ist SONNTAG, da ist Extrem-Chillen angesagt!“

„Ist ja schon gut, wir sind dann mal weg!“

Ja, dann waren wir wohl mal weg… 15 min Fahrtzeit, Startunterlagen abgeholt, festgestellt, dass im bereitgestellten Toilettenwagen weder die Klospülung noch das Waschbecken Wasser lieferten… 😉 Und das, wo doch erfahrungsgemäß vor einem Lauf alle noch mal dringend aufs stille Örtchen müssen. Na, ich glaube, das waren nicht die einzigen Toiletten, die zur Verfügung standen, daher wird es nicht so dramatisch gewesen sein. Einen Erfahrungsbericht vom Zustand NACH dem Lauf kann ich hier allerdings nicht geben. Ich denke mal, dass der Veranstalter das noch in den Griff  bekommen hat. Das Wasser-Problem war aber nun auch das einzig Negative, was mir aufgefallen ist, denn ansonsten war der Lauf aus meiner Sicht sehr gut organisiert (dazu später mehr).

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, was für Unmengen an Sicherheitsnadeln wir mittlerweile zuhause horten? 😉

 

Blendendes Wetter…

 

Vor dem Start…

 

Letzte Verrenkungen, bevor es losgeht…

Pünktlich um 9:50 Uhr wurden die Teilnehmer des Hauptlaufes über 11,3 km auf die Strecke geschickt – also auch der Mann und ich. 😉 Wie immer liefen wir getrennt und so sah ich ihn bald nicht mehr, da ich tatsächlich recht langsam mit einer Pace von unter 6:00 min/km startete. Nach einem Kilometer warf ich dann aber meinen Vorsatz, langsam zu laufen, über Bord und lief von da an – abgesehen von den doch recht zahlreichen (aber moderaten) Steigungen auf der Strecke – überwiegend eine Pace von um und bei 5:00 min/km. Einen kurzen Moment der Sorge hatte ich zwar irgendwann recht früh, als auf einmal die vorderen Oberschenkelmuskeln recht abrupt zu Ziehen begannen, aber das ließ zum Glück genauso schnell wieder nach und ich konnte das Tempo gut halten. Relativ früh zog ich an einer Läuferin vorbei, von der ich wusste, dass sie bei früheren Läufen gelegentlich vor mir im Ziel war. Das fand ich natürlich super, hatte aber ein bisschen Bedenken, ob sie mich nicht später wieder „einkassieren“ würde. 😉

Da wir beim Ottendorfer Kanallauf bisher nur 2015 dabei waren, bin ich mir bezüglich der damaligen Streckenführung nicht mehr so ganz sicher, aber auf jeden Fall gab es diesmal eine veränderte Strecke. Direkt zu Anfang ging es an blühendem Raps vorbei, was gerade bei dem sonnigen Wetter richtig toll aussah. Nach einigen Kilometern folgte dann ein Stück von ca. 3 km am Nord-Ostsee-Kanal entlang. Ich weiß noch, dass ich dort auch noch den ein oder anderen überholen konnte. So weit, so gut. Dann aber kam irgendwann ein Streckenabschnitt, der nicht gerade angenehm zu laufen war: ein sandiger Weg mit ziemlich groben Steinen. Aber auch das war irgendwann geschafft und dann ging es auf dem letzten Stück überwiegend leicht bergab in Richtung Dorfmitte und zum Ziel.

Bevor ich dort ankam, sah ich aber kurz nach dem 10 km-Schild auf einmal die Rückansicht des Mannes vor mir. Erst dachte ich, ich hätte mich geirrt, aber als ich näher kam, bestand kein Zweifel mehr. 900 m vor dem Ziel musste ich ihn dann leider überholen, da er keine Reserven mehr hatte. Er meinte nur „Lauf!“… Na, dann mach‘ ich das doch! Jetzt, wo ich das so schreibe, kriege ich schon fast ein schlechtes Gewissen, aber für romantische Zieleinläufe mit Händchenhalten und Pipapo sind wir nun echt nicht geschaffen. Neee, der würde mich auch bei jeder Gelegenheit überholen, ganz sicher. 😉

Letztendlich kamen wir beide unter einer Stunde ins Ziel und können damit doch ziemlich zufrieden sein.

Zieleinlauf… schon nicht mehr so viel los.

Fazit zur Veranstaltung

  • Parkplätze: Helfer kümmerten sich bestens darum, alle anreisenden Läufer-Autos unterzubringen.
  • Startunterlagen: Nichts zu meckern, alles ging schnell und reibungslos.
  • Verpflegung: Sehr gut! Ich glaube, ich zählte vier Getränkestationen. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber drei waren es auf jeden Fall. Für einen Lauf von 11,3 km ist das sehr viel, in Anbetracht des äußerst warmen Wetters und der knallenden Sonne aber auf jeden Fall eine gute Sache! Im Ziel gab es dann für alle Läufer Äpfel und Bananen sowie Wasser und Tee.
  • Medaille: Es gab eine, allerdings gehört sie nicht zu meinen persönlichen Favoriten: Ein Standard-Medaillen-Rohling, auf dessen Rückseite das Logo des Laufes aufgeklebt ist (s. Foto). Natürlich ist eine speziell für einen Lauf geprägte Medaille hübscher, aber das ist ja auch eine Kostenfrage, und da es sich hier, wie gesagt, um einen kleinen Lauf handelt, möchte ich das nicht kritisieren. Ich laufe ja auch nicht etwa mit, weil es eine Medaille gibt. Aber gerade für Laufanfänger sind sie (als Erinnerung an den ersten Lauf z. B.) eine super Sache und eine gute Motivation. Ähm ja… was ich sagen wollte: Es gab eine Medaille und das finde ich gut! Ende der Durchsage! 😉

 


Mein Ergebnis

Distanz: 11,3 km
Zeit: 59:28 min
Pace: 5:16 min/km
Ø-HF: 172 bpm
Platzierung gesamt: 166/348
Platzierung gesamt Frauen: 29/105
Platzierung Altersklasse: 4/14

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