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25. Juni 2017 / Katja

Laufbericht: 7. Fehmarn-Marathon am 17.06.2017 (10 km)


Und schon wieder ein Laufbericht… Allerdings kein ganz gewöhnlicher, sondern einer mit gleich mehreren Premieren. Zuerst mal war es nämlich unser erster Lauf auf einer Insel, wie mir gerade erst beim Schreiben auffällt.

Bei der Suche nach Marathonläufen in der Umgebung hatte ich irgendwann einmal etwas vom Fehmarn-Marathon gelesen. Das klang interessant und daher hatte ich diesen Lauf vorsorglich im Kalender notiert. Da eine Teilnahme am Marathon natürlich aktuell nicht drin war, stellte sich nur noch die Frage, auf welcher Distanz wir starten wollten. Halbmarathon? Zu lang. 5 km? Zu kurz – irgendwie blöd, knapp 100 km zu fahren, um dann nach nur ca. 25 Minuten den Lauf schon hinter sich zu haben. Also blieb nur die 10 km-Strecke. Damit war ich mehr als zufrieden, denn mein letzter 10 km-Lauf liegt auch schon etwas zurück.

Am letzten Tag der Anmeldefrist ging unsere Anmeldung also raus, das Startgeld wurde bezahlt und am vergangenen Samstag fuhren wir bei bestem Wetter in Richtung Fehmarn los. Blöde Witze à la „Wenn wir uns verfahren, fahren wir halt einfach einmal um die ganze Insel, dann kommen wir schon in Wallnau an – liegt ja schließlich am Strand!“ sollte man übrigens nicht machen, denn es kann sein, dass… ja, dass man tatsächlich immerhin die HALBE Insel umrunden muss, weil man eine Abfahrt verpasst. 😉 Dabei merkte ich allerdings, dass Fehmarn doch noch ein bisschen kleiner ist, als ich es von den letzten Besuchen her in Erinnerung hatte.

Egal, letztendlich kamen wir pünktlich an und hatten noch genug Zeit, uns für den Start des 10 km-Laufes um 10:40 Uhr vorzubereiten.

Mein Lauf

Ohne Zeitziel geht es nicht, ganz klar. Und so hatte ich natürlich auch diesmal eine konkrete Vorstellung davon, wann ich etwa im Ziel sein wollte. An eine neue Bestzeit auf 10 km war nicht zu denken, daher wollte ich wenigstens in unter 50 Minuten reinkommen! Das hatte ich schon mehrmals geschafft und das dürfte auch wieder drin sein. Rechnerisch auch sehr komfortabel: 5 min pro Kilometer, ganz easy! 😉

Ja, ganz easy, haha! Und trotzdem wurde es einer der härtesten Läufe, die ich bisher erlebt habe. Beim Start ging es erst mal ganz locker los – der Mann startete natürlich wieder schneller als ich, aber ich hatte ihn die ganze Zeit im Blickfeld. Schon nach knapp einem Kilometer wurde ich schneller und der ganze Spaß etwas anstrengender.

Ziemlich genau zur Halbzeit überholte ich dann den Mann. Der lief allerdings in einer recht großen Gruppe… heißt: Ich überholte eine ziemlich große Gruppe, überwiegend bestehend aus M30 und M35, schätzte ich. Darunter allerdings auch zwei Frauen, so dass ich mich nun doch ein wenig unter Druck gesetzt fühlte, schneller zu laufen, damit mir bloß keine/r aus diesem Pulk wieder zu nahe käme. Hilfe!

Ich hetzte also weiter und sah vor mir nur eine weitere Dame. Zur Erinnerung: Wir befinden uns im totalen Flachland und da kann man WEIT gucken! 😉 Aufgrund des gelaufenen Tempos war mir klar, dass diese Dame natürlich nicht die Erstplatzierte sein konnte, allerdings musste sie sich doch relativ weit vorne befinden. An der Wasserstelle bei etwa Kilometer 7 lehnte ich dankend ab, da ich mittlerweile sehr dicht an ihr dran war.

Wenig später konnte ich dann überholen. Auf der zweiten Hälfte der Strecke gab es allerdings zum Teil heftigen Gegenwind, so dass ich jedes Mal um meine Position zittern musste, wenn der Wind meine Pace auf 5:15 – 5:30 min/km drosselte. Aber gut, damit hatten wohl auch die anderen Läufer/innen zu kämpfen.

Einen enormen Effekt auf meine Laufleistung hatte auf dem letzten Kilometer noch mal die Anfeuerung eines Zuschauers, der mir zurief, dass ich auf dem besten Weg zu einem Podiumsplatz wäre. „Dritter Platz! Und die nächste Frau ist knapp dahinter!“ Ach du Schande! Was genau bedeutete nun „knapp dahinter“? Keine Ahnung, also gab es ohnehin nur eine Möglichkeit: sicherheitshalber alle Reserven noch mal mobilisieren. Leichter gesagt als getan! Ich bedaure übrigens zutiefst, besagtem Zuschauer, der sogar noch einige Meter neben mir herlief, in diesem Moment keine größere Wertschätzung entgegen gebracht zu haben – Tunnelblick sei Dank! Ein „bisschen“ fertig war ich schon! Ab diesem Moment habe ich auch die übrigen Zuschauer nicht mehr wahrgenommen, die mich und einen (oder waren es zwei?) weitere/n Läufer, mit dem / denen ich gleichauf war, anfeuerten.

Nun ja… Auf dieser verdammten, platten Insel bot die Laufstrecke kurz vorm Ziel tatsächlich noch eine Mini-Anhöhe (Brücke oder so… ich weiß es nicht mehr), die sich wie der Mount Everest anfühlte, aber DANN war endlich das Ziel vor Augen. Ein ordentlicher Endspurt, ich hörte meinen Namen und es war geschafft! Es hatte tatsächlich für den dritten Platz in der Gesamtwertung gereicht! Das war dann wohl „mein erstes Mal“! Zugegeben, die Tatsache, dass auf der 10 km-Strecke nur 72 Personen (davon 32 Frauen) starteten, machte es überhaupt erst möglich, dass ich so weit vorne landen konnte, aber geschenkt war diese Platzierung nun auch nicht gerade.

Fazit zur Veranstaltung

Wie ich eingangs schon erwähnt hatte, ist beim Fehmarn-Marathon für jeden die richtige Distanz dabei: 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon sowie ein Kinderlauf (ca. 1,5 km). Großer Pluspunkt!

Veranstaltungsort ist der Campingplatz Wallnau. Das „Drumherum“ wie z. B. die Parkplatzeinweisung, Abholung der Startunterlagen etc. war gut organisiert und lief bei uns reibungslos ab. Wie auf einem Campingplatz zu erwarten, war auch bei den sanitären Einrichtungen kein Engpass zu befürchten.

Die Verpflegung der Läufer im Ziel bestand aus Bananen und Äpfeln sowie Wasser, Apfelschorle und Cola, also auch hier alles vollkommen ok.

Was ich ganz besonders sympathisch fand, war die Moderation. Leider konnte ich den Namen des Moderators nicht herausfinden und kann ihn daher hier nicht angeben, aber er hat auf jeden Fall einen tollen Job gemacht. So gut wie jede/r Läufer/in wurde im Ziel namentlich begrüßt (sofern die Startnummer erkennbar war) und die Marathonis, die den Start-/Zielbereich passierten, wurden ebenfalls immer mit Namen angefeuert und auf ihre zweite Runde geschickt. 🙂

Natürlich war das zum Teil nur möglich, da aufgrund des überschaubaren Teilnehmerfeldes* eben nicht ständig ein ganzer Pulk Läufer im Ziel ankam. Trotzdem wurde hier ganz deutlich, dass keiner untergehen sollte und die Leistung jedes Einzelnen, ob er nun schnell oder etwas langsamer unterwegs war, gewürdigt wurde. Das fand ich wirklich toll! Dazu passt sehr gut, dass auch auf den Startnummern jeweils der Name aufgedruckt war, was ich bisher nur von größeren Laufveranstaltungen kenne. Einen ganz kleinen Punktabzug würde ich für die Medaille vergeben, da diese lediglich aus einem Standard-Rohling mit Aufkleber bestand. Da das aber sicherlich eine Kostenfrage ist, finde ich es bei einem kleineren Lauf vollkommen ok, wenn es keine eigens für den Lauf produzierte Finishermedaille gibt. (Dazu hatte ich mich hier schon einmal ausgelassen, daher spare ich mir das an dieser Stelle.) Dafür wiederum waren die Urkunden sehr hochwertig.

 

Weiteres kleines Manko – zumindest aus der Sicht des Mannes, seinerseits AK-Erster: Die Altersklassen-Besten wurden nicht geehrt. 😛

*Hier einmal die Zahlen der Finisher der einzelnen Läufe:

Marathon: 59 (M: 50, W: 9)
Halbmarathon: 126 (M: 81, W: 45)
10 km: 72 (M: 40, W: 32)
5 km: 61 (M: 30, W: 31)

Definitiv eine kleine, aber feine Laufveranstaltung, die ihr am besten gleich in eurem Laufkalender für’s nächste Jahr vormerkt! Der Termin steht nämlich schon, wie ich gesehen habe: Der 8. Fehmarn-Marathon findet am Samstag, den 02. Juni 2018 statt.

Mein Ergebnis

Distanz: 10 km
Zeit: 49:11 min
Pace: 4:55 min/km
Ø-HF: 175 bpm
Platzierung gesamt: 11/72
Platzierung gesamt Frauen: 3/32
Platzierung Altersklasse: 2/6

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11 Kommentare

Schreibe einen Kommentar
  1. Robert / Jun 25 2017 19:42

    Glückwunsch zum tollen Ergebnis! Super Leistung! 👍

  2. Bellaslichtwerk's Blog / Jun 26 2017 22:02

    Glückwunsch, tolle Leistung

  3. Schmithofrunner / Jun 27 2017 18:36

    Super Zeit, top!

  4. sportlighted / Jul 3 2017 16:47

    Wow, Herzlichen Glückwunsch. da hast du ja echt alles aus dir rausgeholt. Toll

    • Katja / Jul 17 2017 09:21

      Vielen, lieben Dank! Das fühlte sich auch wirklich nach „alles rausholen“ an. 😉

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