Skip to content
1. Juli 2017 / Katja

Laufbericht: 28. Deich- und Salzwiesenlauf Schönberg am 25.06.2017 (13 km)


Es nimmt kein Ende… Ich muss euch schon wieder mit einem Laufbericht behelligen. 😉 Besonders im Mai und Juni gibt es hier in der Gegend so unglaublich viele Läufe, dass man kaum weiß, an welchem man nun teilnehmen soll und an welchem nicht.

In diesem Jahr habe ich mich dazu entschieden, den Läufen den Vorzug zu geben, bei denen ich bisher noch nie dabei war. Dazu gehört unter anderem auch der Deich- und Salzwiesenlauf in Schönberg, der am 25.06. zum 28. Mal ausgetragen wurde. Bereits 2015 und 2016 wollte ich dort laufen, aber immer kam etwas dazwischen… Ich glaube, einmal war es einfach nur akute Laufunlust. Dieses Jahr hat es allerdings geklappt und so stand ich vergangenen Sonntag pünktlich um 9.30 Uhr an der Startlinie. Naja, nicht direkt AN der Startlinie, sondern ein ganz schönes Stück weiter hinten. Wenn ich jetzt wieder schreibe, dass ich ja eigentlich etwas langsamer laufen wollte – gerade nach der Hetzerei auf Fehmarn -, verliere ich wahrscheinlich ein paar genervte Follower, daher lasse ich das einfach. 😉

Mittlerweile ärgere ich mich selbst darüber, dass ich meine Vernunft immer irgendwo an der Startlinie abzugeben scheine. Sicherlich wäre es in Bezug auf meine Verletzungs-Vorgeschichte sinnvoller gewesen, die Belastung heute mal etwas geringer zu halten. Der einzige Trost: Ich bin mit dem Problem des „Nicht-langsam-laufen-Könnens“ immerhin nicht allein, wie der Mann – in Schönberg nur Zuschauer – einem Gespräch eines anderen Läufers mit dessen Frau entnehmen konnte: „Wie soll ich denn langsam laufen, wenn vor mir jemand läuft und ich weiß, dass ich schneller bin?“ Ja, genau, WIE DENN?

Gut, genug des Vorgeplänkels…

Mein Lauf

Wie immer… erst mal einigermaßen langsam los… Etliche Läufer ziehen an mir vorbei, aber das ist ok, ich bin ja heute nur zum Spaß hier. Gefühlt müsste ich wohl die letzte Läuferin sein. Plan für heute: Zielzeit NICHT schneller als 1:10 Std., was einer Pace von 5:23 min/km entspricht. Aus Gründen des Kopfrechnens, das ich während eines Laufes ja immer mit Begeisterung betreibe, nehme ich mir vor, so etwa 5:30 min/km zu laufen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Ja, ein guter Plan, aber dann überhole ich ein paar Läufer, dann noch einige… die Reihen lichten sich und für eine lange Zeit lande ich – wie so oft – einsam zwischen einem schnelleren und einem langsameren Pulk, das böse Ührchen zeigt eine Pace von knapp über 5:00 min/km, mein Zeitpuffer wächst auf fast 2 Minuten an und ich denke mir „Jetzt ist es eh verschissen, dann kannst du auch gleich so schnell weiterlaufen!“

Grandiose Logik!

Während dieser Gedanken rauscht eine wunderschöne Feldlandschaft an mir vorbei, eine nette kleine Ortschaft… Landschaftlich wirklich ein schöner Lauf und ich bin froh, dass es mit einer Teilnahme endlich mal geklappt hat. Dann geht es rauf auf den Deich und die Strecke verläuft ein gutes Stück am Strand entlang. Dort ist es erwartungsgemäß windig und ich werde etwas gebremst, bin aber auch schon recht erschöpft. Gut, JETZT könnte man es doch mal etwas langsamer angehen lassen. Ich wäre bereit!

Pustekuchen! Ein Pärchen, dass ich zu Beginn des Laufes überholt hatte, schließt auf und zieht vorbei. Na sowas… Da könnte man doch mal ganz gut im Windschatten mitlaufen. Also wieder auf eine 5:00-er Pace hoch. Das läuft eine lange Zeit sehr gut und ich bleibe dran. Auf einem sehr schmalen Trampelpfad jedoch kann man wenig später nur einzeln hintereinander laufen – wunderbar, denn dadurch werde ich ein wenig gebremst und kann mich etwas erholen. Aber nicht lange, denn die beiden setzen zu einem engen Überholmanöver an. Um dranzubleiben, muss ich wohl oder übel mitziehen und drängle mich also auch noch an zwei Damen vorbei. Super Sache, wieder zwei Plätze in der Frauenwertung nach oben. 😉 Als meine „Hasen“ dann aber ein weiteres Grüppchen von drei Frauen überholen, muss ich mich geschlagen geben – mir gelingt es aufgrund der engen Streckenführung erst geraume Zeit später, die drei zu überholen. Das muss etwa bei Kilometer 10 gewesen sein, und von da an habe ich wirklich nur noch „die Angst im Nacken“, dass ich einbreche und mir der/die ein oder andere Läufer/in bald wieder auf der Pelle hängen wird. Das passiert allerdings nicht, und ich kann mich unbeschadet ins Ziel retten.

Fazit zur Veranstaltung

Wie schon gesagt, lohnt sich dieser Lauf allein schon wegen der schönen Aussicht – ein Wechsel von Feld, Wald und Strand machen den Lauf sehr kurzweilig und das empfand ich als sehr angenehm.

Neben der 13 km-Distanz wurde auch noch ein 5 km-Lauf sowie 5 km Walking angeboten und zusätzlich gab es einen 400m-„Schnupperlauf“ für die Kleinsten.

Die Moderation war sehr sympathisch und insgesamt fand ich die Stimmung recht gut und entspannt. Für die Läufer gab es im Ziel versorgungstechnisch keine großen Überraschungen: Bananen, Äpfel und Wasser (sowie noch ein weiteres Getränk, glaube ich, aber daran kann ich mich nicht genau erinnern). Im Sportheim selbst gab es weiterhin ein reichhaltiges Kuchenbuffet, an dem sich schon nach kurzer Zeit eine entsprechend lange Schlange gebildet hatte. 😉 Dort dürfte jeder etwas nach seinem Geschmack gefunden haben – es sei denn, er ist Veganer, denn für diese Spezies gab es natürlich nichts (der Mann hatte während meiner Abwesenheit nachgefragt).

Während die Ergebnislisten für den 5 km-Lauf schon recht schnell ausgehängt wurden, war von den Listen für die Langstrecke auch lange nach dem Zieleinlauf der letzten Läuferin nichts zu sehen. Warum, erfuhren wir erst nach der Siegerehrung für den Kurzlauf:

Wegen eines technischen Problems war es dem Veranstalter leider nicht möglich, die erfassten Daten für den 13 km-Lauf korrekt zuzuordnen. So entschied man sich letztendlich dazu, die Siegerehrung ausfallen zu lassen. Es war nicht genau klar, wann das Problem gelöst werden würde, von daher wollte man die Zuschauer nicht warten lassen. Somit löste sich die Veranstaltung dann leider etwas verfrüht auf, aber das sind halt die Tücken der Technik. Der Veranstalter versprach, Urkunden und Pokale per Post nachzuliefern.

Apropos Urkunden und so… Hier seht ihr meine (von mir selbst zuhause in schlechter Qualität ausgedruckte) Urkunde, sowie die Finishermedaille, die ich recht hübsch finde – der Strandläufer in Turnschuhen hat es mir angetan. 😉

2017-07-01 20.28.52

Wenige Stunden später hatte man das Problem dann aber behoben und ich konnte die Ergebnisliste im Internet finden und feststellen, dass es immerhin noch für den 3. Platz in der Altersklasse gereicht hatte – und die Zweitplatzierte zwei Sekunden vor mir lag. 😉

Nach dem Lauf hatte der Mann übrigens die „tolle“ Idee, Pizza zu bestellen… Kein Kommentar!

Mein Ergebnis

Distanz: 13 km
Zeit: 1:06:55 Std.
Pace: 5:09 min/km
Ø-HF: 169 bpm
Platzierung gesamt: 47/133
Platzierung gesamt Frauen: 11/51
Platzierung Altersklasse: 3/6

Advertisements

18 Kommentare

Schreibe einen Kommentar
  1. Talianna / Jul 1 2017 23:39

    Im Training ist es ja auch einfach, langsam zu laufen – im Wettkampf nicht. Ich vermute, deswegen halte ich mich bei Wettkämpfen sehr zurück, weil ich auch immer zu schnell laufen würde 🙂

    • Katja / Jul 2 2017 05:09

      Das stimmt. Super, dass es bei dir mit der Zurückhaltung besser klappt als bei mir!
      Grundsätzlich heißt Wettkampf ja „Vollgas“, sonst wäre es ja eben kein Wettkampf. Ähm… oder so ähnlich. Wenn man es so betrachtet, mache ich ja alles richtig. 😉 Aber gerade bei mehreren WK-Teilnahmen in kurzer Zeit wäre es doch hin und wieder sinnvoll, sich in Zurückhaltung zu üben und Schwerpunkte zu setzen.
      Na, ich denke, vorerst muss ich das vielleicht gar nicht, da die kommenden Läufe etwas weiter auseinander liegen.^^

      • Talianna / Jul 2 2017 09:39

        Ich glaube, ich habe missverständlich formuliert. Ich halte mich damit zurück, an vielen Wettkämpfen teilzunehmen, weil das Tempo zurückhalten bei mir auch nicht klappen würde – das WOLLTE ich ausdrücken. Aber das ändert ja nix dran, dass ich Deiner Antwort voll zustimmen kann 🙂

      • Katja / Jul 2 2017 09:43

        Haha, ach sooo! Vielleicht war es auch einfach noch zu früh und ich noch nicht so aufnahmefähig.
        Aber dann sind wir uns ja einig: die einzige Lösung ist, gar nicht erst teilzunehmen! :-))

  2. Bellaslichtwerk's Blog / Jul 2 2017 10:06

    Ich habe jetzt erst bei 4 Läufen teilgenommen und jedes mal beim Start bete ich mir selbst wie ein Mantra vor: langsam langsam langsam und immer schön gleich mäßig

    • Katja / Jul 2 2017 10:18

      🙂
      Das ist auch wirklich einer der wichtigsten Punkte, gerade beim Start: Lieber am Anfang etwas langsamer als hinterher keine Reserven mehr.

  3. Sue / Jul 2 2017 10:54

    Von meiner Anfänger-Warte aus muss ich echt schmunzeln, was bei dir „langsam laufen“ ist 😀

  4. Robert / Jul 2 2017 12:41

    Gratuliere, super Leistung!

    • Katja / Jul 17 2017 09:23

      Ein verspäteter Dank für deine Glückwünsche. Ich war in nicht ganz freiwilliger Blog-Sommerpause. 😉
      Liebe Grüße

      • Robert / Jul 17 2017 09:27

        Ich mache derzeit auch Blog-und Laufpause. Bin am Meer in Italien. Muss auch mal sein. Liebe Grüße zurück! 🏊‍♀️😎🏊‍♀️

      • Katja / Jul 17 2017 09:29

        Ja, ich hatte es bei dir gelesen (da fällt mir ein, ich wollte doch noch meinen Senf zu der Herzfrequenz-Sache dazugeben… *g*). Dann wünsche ich dir auf jeden Fall noch einen wunderschönen Urlaub und gute Erholung!!

      • Robert / Jul 20 2017 17:27

        Vielen Dank Katja. Heute ist der letzte Tag, morgen gehts wieder nach Hause.

  5. Mrs. Flummi / Jul 2 2017 15:40

    Super, ein quasi-zweiter-Platz! Ich lese Laufberichte gerne und fühle körperlich richtig mit. Meine Muskeln spannen sogar an oder ab – je nachdem. 😉

    • Katja / Jul 17 2017 09:27

      Ja, wenn ich zurückdenke… Es wäre ein zweiter Platz gewesen, da die Dame vor mir den Chip am Handgelenk wohl nicht oder nicht richtig übers Lesegerät geführt hatte und somit noch mal zuück musste. Hätte ich gleich das zweite Lesegerät gesehen und „volle Pulle“ angesteuert, hätte es wohl geklappt. Aaaaber das ist ja Erbsenzählerei und mir auch nicht so wichtig. Trotzdem witzig…

  6. sportlighted / Jul 3 2017 16:50

    Du bist ja grade voll dabei. Glückwunsch zu deiner Power 🙂

    • Katja / Jul 17 2017 09:20

      Danke! 🙂 Schreibe gerade weitere Laufberichte…^^ Am Freitag war aber nun erst mal der letzte Lauf dieser langen Reihe. 😉 Die nächsten Läufe sind für mich erst im August.
      Liebe Grüße

Trackbacks

  1. Laufen KW 25/2017 – jeder Kilometer zählt… – Katja Wittwer
  2. Laufbericht: 5. Kieler Airport Run am 30.06.2017 (10 km) | Katja Wittwer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: